
Die Digitalisierung macht auch vor der kommunalen Verwaltung nicht halt. Die Stadt Velten geht dabei einen neuen Weg und testet seit dem 19. Mai 2026 den KI-gestützten Chatbot „Ofelia“ auf ihrer Internetseite. Bürgerinnen und Bürger können den digitalen Assistenten nutzen, um Fragen rund um Verwaltungsleistungen zu stellen und schnell an Informationen zu gelangen. Doch was genau steckt hinter diesem Projekt – und welche Chancen und Herausforderungen bringt es mit sich?
Was ist „Ofelia“?
„Ofelia“ ist ein digitaler Assistent, der auf der offiziellen Internetseite der Stadt Velten eingebunden wurde. Der Chatbot soll dabei helfen, häufige Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zu beantworten. So können beispielsweise Informationen zu Öffnungszeiten, Zuständigkeiten, benötigten Unterlagen oder bestimmten Verwaltungsleistungen abgefragt werden. Die Nutzung ist dabei unabhängig von den Öffnungszeiten des Rathauses möglich. Bürgerinnen und Bürger erhalten somit rund um die Uhr Unterstützung bei der Suche nach Informationen.
Wissenschaftliches Projekt statt kommerzielles Produkt
Besonders interessant ist, dass es sich bei „Ofelia“ nicht um ein klassisches Kaufprodukt handelt. Der Chatbot wurde im Rahmen des Projektes „InNoWest – Innovative Hochschule“ gemeinsam mit mehreren Hochschulen entwickelt. Beteiligt sind unter anderem die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, die Technische Hochschule Brandenburg sowie die Fachhochschule Potsdam.
Die Stadt Velten stellt die praktische Erprobung im kommunalen Alltag sicher. Die Testphase ist zunächst bis Ende 2026 vorgesehen. Nach Angaben der Stadt entstehen Velten während dieser Erprobungsphase keine Kosten.
Chancen für Bürger und Verwaltung
Digitale Angebote können dazu beitragen, den Zugang zu Informationen zu erleichtern und die Verwaltung bei häufig wiederkehrenden Anfragen zu entlasten. Gerade für Menschen, die außerhalb der Öffnungszeiten Fragen haben oder sich zunächst selbst informieren möchten, kann ein solcher Service hilfreich sein.
Mögliche Vorteile sind unter anderem:
• Informationen rund um die Uhr verfügbar,
• schnellere Orientierung bei Verwaltungsfragen,
• Unterstützung bei der Suche nach Formularen und Ansprechpartnern,
• barriereärmere Zugänge zu Informationen,
• Entlastung bei einfachen Standardanfragen.
Auch Herausforderungen gehören dazu
Gleichzeitig wirft der Einsatz von künstlicher Intelligenz Fragen auf. Datenschutz, die Qualität der Antworten sowie die Akzeptanz bei den Nutzerinnen und Nutzern spielen dabei eine wichtige Rolle.
Die Erfahrungen der kommenden Monate werden zeigen, wie gut der digitale Assistent im Alltag funktioniert und welche Verbesserungen möglicherweise notwendig sind.
CDU Stadtverband Velten beobachtet das Projekt mit Interesse
Der CDU Stadtverband Velten sieht die Erprobung neuer digitaler Angebote grundsätzlich als interessante Entwicklung. Moderne Technologien können dazu beitragen, den Bürgerservice weiterzuentwickeln und den Zugang zu Informationen zu erleichtern. Gleichzeitig ist entscheidend, dass digitale Angebote den persönlichen Kontakt zur Verwaltung sinnvoll ergänzen und nicht ersetzen. Nicht jede Bürgerin und jeder Bürger möchte oder kann digitale Angebote nutzen. Deshalb sollten unterschiedliche Wege der Kommunikation auch künftig erhalten bleiben. Mit Spannung wird nun beobachtet, wie die Veltener Bürgerinnen und Bürger das neue Angebot annehmen. Wird „Ofelia“ zu einer echten Unterstützung im Alltag? Welche Erfahrungen machen die Nutzerinnen und Nutzer? Und welche Erkenntnisse ergeben sich für die Zukunft kommunaler Dienstleistungen?
Die Antworten auf diese Fragen werden maßgeblich darüber entscheiden, ob aus dem Pilotprojekt ein dauerhaftes Angebot werden kann. Der CDU Stadtverband Velten wird die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten und ist gespannt auf die Rückmeldungen und Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger.
